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FM, Facility Services, Gebäudemanagement, CREM und Property Management

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Verwandte Begriffe mit unterschiedlichen Aufgaben

Facility Management wird im betrieblichen Alltag häufig mit Gebäudemanagement, Facility Services, Immobilienmanagement oder Property Management gleichgesetzt. Diese Begriffe überschneiden sich, beschreiben aber unterschiedliche Perspektiven. Eine saubere Abgrenzung erleichtert die Organisation von Verantwortlichkeiten, Verträgen und Schnittstellen.

Die Startseite von FM-Grundlagen unterscheidet bereits Facility Management als Managementdisziplin von operativen Facility Services und dem stärker auf die Nutzungsphase ausgerichteten Gebäudemanagement. Sie grenzt FM außerdem gegenüber Corporate Real Estate Management ab. Die internationale Terminologie wird inzwischen durch ISO 41011:2024 definiert.

FM, Facility Services und Gebäudemanagement abgrenzen

Facility Management verbindet Menschen, Orte und Prozesse

Facility Management richtet Flächen, Infrastruktur und unterstützende Leistungen auf die Anforderungen der Organisation aus. Es besitzt deshalb eine strategische und taktische Managementfunktion und beschränkt sich nicht auf den technischen Gebäudebetrieb.

Typische FM-Fragen sind:

  • Welche Infrastruktur benötigt das Kerngeschäft?

  • Welche Services sollen bereitgestellt werden?

  • Welche Qualität ist erforderlich?

  • Welche Leistungen werden intern oder extern erbracht?

  • Wie werden Kosten, Risiken und Nutzeranforderungen gesteuert?

FM organisiert damit das Gesamtsystem der Unterstützungsleistungen.

Facility Services sind konkrete Leistungen

Facility Services sind die tatsächlich erbrachten Dienstleistungen.

Beispiele sind:

  • Wartung,

  • Reinigung,

  • Sicherheitsdienst,

  • Empfang,

  • Catering,

  • Winterdienst,

  • technische Betriebsführung.

Das Facility Management entscheidet dagegen unter anderem über Bedarf, Leistungsniveau, Beschaffungsmodell und Steuerung dieser Services.

Ein Unternehmen kann Facility Services vollständig auslagern und trotzdem ein starkes internes Facility Management benötigen.

Gebäudemanagement fokussiert die Nutzungsphase

Gebäudemanagement bezeichnet insbesondere die Bewirtschaftung eines bestehenden Gebäudes während seiner Nutzung. Traditionell werden technisches, infrastrukturelles und kaufmännisches Gebäudemanagement unterschieden.

Facility Management ist weiter gefasst.

Es berücksichtigt auch:

  • Strategie,

  • Planung,

  • Organisation,

  • Lebenszyklus,

  • Nutzer,

  • Unternehmensanforderungen.

Die bestehende FM-Grundlagen-Seite beschreibt Gebäudemanagement entsprechend als auf Unterhalt, Verwaltung und Bewirtschaftung in der Nutzungsphase konzentriert.

CREM betrachtet Immobilien als Unternehmensressource

Corporate Real Estate Management beschäftigt sich mit dem betrieblichen Immobilienportfolio eines Unternehmens.

Typische Fragestellungen sind:

  • Welche Standorte benötigt das Unternehmen?

  • Welche Immobilien werden gekauft, gemietet oder verkauft?

  • Wie entwickelt sich das Portfolio?

  • Welcher Kapital- und Flächenbedarf besteht?

CREM besitzt damit eine stärkere Immobilien- und Portfolioperspektive.

Facility Management sorgt dagegen dafür, dass die benötigten Immobilien und Services funktional betrieben werden und das Kerngeschäft unterstützen.

Property Management vertritt stärker die Eigentümerperspektive

Property Management konzentriert sich typischerweise auf die kaufmännische und organisatorische Bewirtschaftung einer Immobilie aus Eigentümer- beziehungsweise Investmentperspektive.

Dazu können gehören:

  • Mietverträge,

  • Mieterbetreuung,

  • Nebenkosten,

  • Budget,

  • Eigentümerreporting.

Die Abgrenzungen können je nach Unternehmen variieren. Entscheidend ist daher weniger der Organisationstitel als die konkret zugewiesene Funktion.

Schnittstellen ausdrücklich festlegen

In größeren Organisationen können CREM, Property Management und FM parallel bestehen.

Dann muss beispielsweise geklärt werden:

  • Wer entscheidet über die Anmietung?

  • Wer definiert die Nutzeranforderungen?

  • Wer verantwortet die Bewirtschaftung?

  • Wer steuert externe Dienstleister?

  • Wer trägt Budget- und Datenverantwortung?

Begriffe als Organisationshilfe nutzen

Eine klare Terminologie ist kein Selbstzweck. Sie verhindert Doppelarbeit und Verantwortungsdiffusion.

Die entscheidende Grundregel lautet:

Facility Management steuert die Voraussetzungen und Unterstützungsleistungen für die Organisation. Facility Services erbringen konkrete Leistungen. Gebäudemanagement betreibt die Immobilie in der Nutzungsphase. CREM steuert das Unternehmensportfolio und Property Management vertritt vor allem immobilienwirtschaftliche Eigentümerinteressen.

Damit erhalten Einsteiger eine belastbare begriffliche Orientierung für alle weiterführenden FM-Themen.